Melatonin

Bei den Empfehlungen für einen guten Schlaf wird oft eine Substanz namens Melatonin
erwähnt. Dieser Stoff ist in der Natur weit verbreitet. Menschen, Säugetiere und verschiedene
Pflanzen produzieren Melatonin selbst. Melatonin ist ein natürliches, körpereigenes
Hormon, das beim Menschen den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Gleichzeitig
ist es ein Stoff, der in geringen Mengen auch in Lebensmitteln wie Pfifferlingen
oder Tomaten enthalten ist. Es wird vermutet, dass Melatonin Pflanzen als Antioxidans
dient, um eigene Zellen zu schützen.
Die körpereigene Produktion wird beim Menschen vor allem über den Tag-Nacht-Rhythmus
gesteuert. Die Melatonin-Produktion beginnt mit zunehmender Dunkelheit am frühen
Abend und erreicht ihren Höhepunkt in der Nacht. Tageslicht und Helligkeit hemmen
die Melatonin-Produktion wieder. Die Wirkungen von Melatonin sind noch nicht
vollständig erforscht. Unter anderem erhöht Melatonin die Schlafneigung und koordiniert
unsere innere Uhr. In der Medizin wird es daher zur Behandlung von Schlafstörungen
eingesetzt. Die übliche Dosierung liegt dabei zwischen 1 und 5 Milligramm Melatonin.
Die Einnahme erfolgt abends kurz vor dem Zubettgehen, denn dieWirkung tritt sehr
rasch ein. Da inzwischen auch Arzneimittel zugelassen sind, kennt man auch Nebenwirkungen
durch eine Einnahme von Melatonin. Unerwünschte Wirkungen können beispielsweise
Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Tagesmüdigkeit, aber paradoxer Weise auch
Schlaflosigkeit sein. Außerdem kann es bei gleichzeitiger Einnahme von zahlreichen
anderen Arzneimitteln zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Melatonin-haltige
Arzneimittel sind daher grundsätzlich rezeptpflichtig.
In Lebensmitteln ist Melatonin bei normalem Verzehr nur in sehr geringen Mengen enthalten.
Schwieriger ist es das Risiko des Verzehrs konzentrierter Melatonin-Produkte
einzuschätzen, die beispielsweise zur Verkürzung der Einschlafzeit oder gegen Jetlag
beworben werden.Welche Mengen in Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sind, ist unter
Fachleuten umstritten. Wer höher dosierte Melatonin-Produkte zu sich nehmen will
und gleichzeitig Arzneimittel einnimmt, sollte daher vor dem Verzehr seinen Arzt oder
Apotheker fragen.

 

 

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