Heuschnupfenmittel

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Körpers gegenüber einem eigentlich ungefährlichen Stoff. Eine vernünftige Reaktion in diesen Fällen ist, den Auslöser zukünftig zu meiden. Bei Blütenpollen jedoch, den Auslösern des verbreiteten Heuschnupfens, ist dies fast unmöglich.

Einige Verhaltensregeln können Heuschnupfenpatienten das Leben jedoch erleichtern. Vorhersagen der Pollenflugdienste oder Pollenflugkalender, erhältlich in vielen Apotheken, können bei der Planung von Aktivitäten berücksichtigt werden. Bei starkem Pollenflug sollten sich Betroffene vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten. Die beste Zeit, um die Wohnung zu lüften, ist am Abend. Haare sollten vor dem Schlafengehen gewaschen werden. Die Tageskleidung möglichst nicht im Schlafzimmer ausziehen oder aufbewahren. Zudem sollte die Wäsche während der Pollenflugzeit nicht im Freien getrocknet werden.

Wer trotz aller Maßnahmen an den typischen Heuschnupfen-Symptomen wie Fließschnupfen, Juckreiz in der Nase oder tränenden Augen leidet, bekommt Hilfe in der Apotheke. Verschiedene rezeptfreie Arzneimittel lindern die Symptome und verhindern eine Verschlechterung des Zustands, etwa die Ausweitung der Allergie in die Bronchien. Antiallergische Arzneimittel aus der Gruppe der Antihistaminika stehen zum Einnehmen als Tabletten oder für die lokale Anwendung als Nasenspray oder Augentropfen zur Verfügung. Bei einigen Präparaten können Müdigkeit oder ein ein-geschränktes Reaktionsvermögen auftreten, was besonders für Autofahrer oder beim Bedienen von Maschinen zu beachten ist.

Wer schnell und kurzfristig Hilfe benötigt, fragt in der Apotheke nach lokal anzuwendenden Präparaten mit den Wirkstoffen Azelastin oder Levocabastin. Andere Präparate, etwa Nasensprays mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Beclometason entfalten ihre volle Wirkung erst nach einigen Tagen.

 

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