Heuschnupfen

Jeder kennt ihn, keiner mag ihn. Hier ein paar Informationen und Tipps zur häufigst vorkommenden Allergie Deutschlands.

Der Heuschnupfen ist mehr als sein Name erahnen lässt. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Allergie gegen Heu und nicht um einen normalen Erkältungsschnupfen. Sondern es ist ein Überbegriff für einen allergischen saisonalen Schnupfen, der durch Pflanzenpollen hervorgerufen wird. Grund für die allergische Reaktion ist eine Überreaktion des Immunsystems. Die harmlosen Pollen werden als gefährich eingestuft, weshalb Antikörper dagegen gebildet werden. Kommt es zu einem erneuten Kontakt mit den Pollen, binden die Antikörper die Allergene, und Histamine (Entzündungsbotenstoffe) werden freigesetzt, die zu den tyischen Beschwerden führen.

Typische Symptome

Hier eine kurze Checkliste mit Beschwerden, die bei Heuschnupfen häufig auftreten.
Besonders auffällig ist es, wenn diese immer zu bestimmten Jahreszeiten auftauchen.

  • starker Niesreiz
  • Fließschnupfen oder eine verstopfte Nase
  • juckende, tränende oder brennende Augen
  • Juckreiz oder Brennen im Hals
  • Husten
  • Atemnot
  • Juckreiz der Haut
Außerdem können auch Kreuzallergien auftreten. Hierbei rufen die Antikörper, die eigentlich gegen die Pollenallergene gerichtet sind, allergische Reaktionen auf ähnliche Lebensmittelallergene hervor.

Diagnose

Grundsätzlich empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen, um über eine mögliche Behandlung zu sprechen, wodurch die Symptome gelindert werden können und die Lebensqualität deutlich verbessert wird.
  • gründliche Anamnese (Krankengeschichte)
  • körperliche Untersuchung
  • häufig: Hauttests (z.B. Pricktest, hier werden verschiedene Allergen-Lösungen auf markierte Stellen auf die Haut aufgetragen. Damit diese in die Haut gelangen, wird die Haut an den Markierungen leicht eingeritzt, nach maximal 20 Minuten ist das Ergebnis sicht- und spürbar: bei einer Allergie gegen das aufgetragene Allergen kommt es zu einer Rötung, Quaddeln und/ oder Jucken. Dadurch kann die Ursache der Allergie schnell herausgefunden werden.
  • Blutuntersuchung (Messung spezifischer Immunglobulin E- das sind Antikörper, die bei einer Allergie in erhöhter Konzentration vorliegen)
Therapie

EIne Behandlung ist nicht nur wichtig, um die Symptome zu lindern, sondern auch um Asthma und einer Ausweitung der Allergie auf andere Stoffe vorzubeugen.
  • Das Allergen sollte so gut, wie möglich gemieden werden, was bei Heuschnupfen schwer umsetzbar ist.
  • Gute Linderung der Beschwerden durch Einnahme von Antihistaminika, die 24 Stunden lang wirken (bevorzugt abends einnehmen, da es zu Müdigkeit führen kann).
  • kurzfristige Hilfe durch Augentropfen und Nasensprays
  • langfristige Hilfe durch eine Hyposensibiliserung (Immuntherapie): Durch Spritzen, Tabletten oder Tropfen werden die Allergene, gegen die eine Allergie vorliegt, über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren eingenommen. Dadurch hat das Immunsystem die Chance sich daran zu gewöhnen, die Symptome können dadurch weniger werden oder ganz verschwinden. Dem Heuschnupfen lässt sich dadurch für die kommende Saison vorbeugen. Jedoch gibt es leider keine Erfolgsgarantie.
Tipps für die Heuschnupfen-Saison
  • frisch gewaschene Wäsche nicht draußen trocknen lassen
  • getragene Kleidung nicht ins Schlafzimmer legen
  • Haare abends waschen
  • regelmäßig Saugen und Wischen
  • Pollenschutzgitter am Fenster anbringen
  • in der Stadt morgens und abends lüften